Aufbewahrungsort München, Staatsbibl., Clm 2
Codex 115 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 470 x 323 mm
Datierung der Hs. 12. Jh., Mitte (Schmidt-Wiegand, Sp. 909)
1. Hälfte 12. Jh. (Weikmann, S. 13-22) 
Überlieferungstyp auf einer freigebliebenen halben Seite als Nachtrag in einer Hs. mit lat. Texten aus den Bereichen des Kirchenrechts und der Kirchenverwaltung
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt Bl. 38v = 'Schwäbische Trauformel' (früher: 'Schwäbisches Verlöbnis')
Glossenhandschrift (Bergmann/Stricker Nr. 445)
Schrifttyp Minuskel
Schriftraum 380 x 217 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 38 in diesem Teil, dt. Text: 21
Textgestaltung Die einzelnen Phasen der Handlung durch Majuskel und teilweise nicht sehr deutlich vergrößerte Minuskel gekennzeichnet. Akzente: 4 ' und 9 ^. Interpunktion: Punkt und ' (Wilhelm, B, S. 116)
Entstehungszeit 12. Jh., letztes Viertel (Schneider S. 48)
Schreibsprache alem. (Schmidt-Wiegand Sp. 910)
Abbildung
  • Arndt/Tangl Tafel 21 [= Bl. 38v].
  • Petzet/Glauning Tafel XX [= Bl. 38v unten].
  • Pörnbacher S. 2 [= Bl. 38v unten].
  • Schneider Tafelband Abb. 15 [= Bl. 38v].
Literatur
  • Karl Halm u.a., Catalogus codicum latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, Bd. I,1: Codices num. 1-2329 complectens (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis III,1), München 1892, S. 1f. [online]
  • Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer (Hg.), Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII.-XII. Jahrhundert, Bd. 1: Texte, Bd. 2: Anmerkungen, 3. Auflage Berlin 1892 (Nachdruck Berlin/Zürich 1964), Nr. 99, Bd. I, S. 319f.; Bd. II, S. 462-465. [online]
  • Erich Petzet und Otto Glauning (Hg.), Deutsche Schrifttafeln des IX. bis XVI. Jahrhunderts aus Handschriften der K. Hof- und Staatsbibliothek in München, II. Abteilung: Mittelhochdeutsche Schriftdenkmäler des XI. bis XIV. Jahrhunderts, München 1911, Text zu Tafel XX. [online]
  • Friedrich Wilhelm (Hg.), Denkmäler deutscher Prosa des 11. und 12. Jahrhunderts, Abteilung A: Text; Abteilung B: Kommentar (Münchener Texte 8), München 1914/16 (Nachdruck in einem Band München 1960 [Germanistische Bücherei 3]), Nr. XIV, A, S. 47f., B, S. 116-123. [online]
  • Wilhelm Arndt und Michael Tangl (Hg.), Schrifttafeln zur Erlernung der lateinischen Paläographie, 3 Teile in einem Band, Hildesheim/New York 1976 (Nachdruck der Ausgabe Berlin 1904-1907), S. 9.
  • Hans Pörnbacher, Literatur in Bayerisch Schwaben. Von der althochdeutschen Zeit bis zur Gegenwart (Beiträge zur Landeskunde von Schwaben 6), Weißenhorn 1979, S. 1.
  • Karin Schneider, Gotische Schriften in deutscher Sprache, I. Vom späten 12. Jahrhundert bis um 1300, Text- und Tafelband, Wiesbaden 1987, Textband, S. 47f.
  • Ernst Hellgardt, Die deutschsprachigen Handschriften im 11. und 12. Jahrhundert. Bestand und Charakteristik im chronologischen Aufriß, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 35-81, hier S. 62 (Nr. 115).
  • Ruth Schmidt-Wiegand, 'Schwäbische Trauformel', in: 2VL 8 (1992), Sp. 909-911.
  • Hans Martin Weikmann (Hg.), Heimo von Bamberg, De decursu temporum (MGH. Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters 19), Hannover 2004, hier S. 13-22, im Anhang mehrere Abb. aus der Hs.
  • Rolf Bergmann und Stefanie Stricker unter Mitarbeit von Yvonne Goldammer und Claudia Wich-Reif, Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften, Berlin/New York 2005, Bd. 2, S. 932f. (Nr. 445).
Hellgardt Nr. 115
  Elke Krotz (Paderborn), April 2009
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