Aufbewahrungsort St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 911
Codex 324 Seiten (323 gezählte), 160 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße p. 3-290: 170 x 105/110 mm; p. 291-323: 165 x 110 mm
Datierung der Hs. noch Ende 8. Jh. (Sonderegger, Sp. 12)
Überlieferungstyp Die letzten beiden Lagen (p. 291-323) mit Gennadius' von Marseille 'Liber ecclesiasticorum dogmatum' und dem ahd. 'St. Galler Paternoster und Credo' wuden dem lat.-ahd. Wörterbuch 'Abrogans' in geringem zeitlichem Abstand hinzugefügt.
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt p. 4-289 = 'Abrogans deutsch' (K)
p. 319-322 = 'St. Galler Paternoster und Credo'
Glossenhandschrift (Bergmann/Stricker Nr. 253)
Schrifttyp vorkarolingische Minuskel von mehreren insular geprägten Händen
Schriftraum 135/145 x 75/85 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl p. 3-290: 14-26; p. 291-323: 14
Schreibsprache alem.
Schreibort südwestdeutsche Schreibprovinz, nicht St. Gallen (Sonderegger, Sp. 12)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Enneccerus, Tafel 18-20 [= p. 320-322]
  • Fischer, Tafel 2 [= p. 319-322]
  • Die Sprache Deutsch S. 57 [= p. 224/225 (in Farbe)]
Literatur
  • Gustav Scherrer, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875 (Nachdruck Hildesheim/New York 1975), S. 329f. [online]
  • Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, Die althochdeutschen Glossen, Bd. 1, Berlin 1879 (Nachdruck Dublin/Zürich 1968), Nr. I, S. 1-270 und 821 (Abdruck 'Abrogans'). [online]
  • Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer (Hg.), Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII.-XII. Jahrhundert, Bd. 1: Texte, Bd. 2: Anmerkungen, 3. Auflage Berlin 1892 (Nachdruck Berlin/Zürich 1964), Nr. 57. [online]
  • Magda Enneccerus (Hg.), Die ältesten deutschen Sprach-Denkmäler in Lichtdrucken, Frankfurt a.M. 1897, Tafel 18-20.
  • Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, Die althochdeutschen Glossen, Bd. 4, Berlin 1898 (Nachdruck Dublin/Zürich 1969), Nr. 220, S. 459 (Beschreibung). [online]
  • Elias von Steinmeyer (Hg.), Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler, Berlin 1916 (Nachdruck Dublin/Zürich 1971), Nr. 5, S. 27f. [online]
  • Georg Baesecke, Der deutsche Abrogans und die Herkunft des deutschen Schrifttums, Halle a.d. Saale 1930 (Nachdruck Hildesheim 1970).
  • Hanns Fischer, Schrifttafeln zum althochdeutschen Lesebuch, Tübingen 1966, Tafel 2.
  • Stefan Sonderegger, Althochdeutsch in St. Gallen. Ergebnisse und Probleme der althochdeutschen Sprachüberlieferung in St. Gallen vom 8. bis ins 12. Jahrhundert, St. Gallen 1970, S. 57-64.
  • Bernhard Bischoff, Paläographische Fragen deutscher Denkmäler der Karolingerzeit, in: Frühmittelalterliche Studien 5 (1971), S. 101-134 [wieder in: ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. III, Stuttgart 1981, S. 73-111], hier S. 95.
  • Jochen Splett, Abrogans-Studien. Kommentar zum ältesten deutschen Wörterbuch, Wiesbaden 1976.
  • [Faksimile] Das älteste deutsche Buch. Die 'Abrogans'-Handschrift der Stiftsbibliothek St. Gallen. Im Facsimile hg. und beschrieben von Bernhard Bischoff, Johannes Duft und Stefan Sonderegger [I: Faksimile, II: Textband. Mit Transkription des Glossars und des althochdeutschen Anhangs von Stefan Sonderegger], St. Gallen 1977.
  • Jochen Splett, 'Abrogans deutsch', in: 2VL 1 (1978), Sp. 12-15 + 2VL 11 (2004), Sp. 9.
  • Stefan Sonderegger, 'St. Galler Paternoster und Credo', in: 2VL 2 (1980), Sp. 1044-1047.
  • Rolf Bergmann und Stefanie Stricker unter Mitarbeit von Yvonne Goldammer und Claudia Wich-Reif, Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften, Berlin/New York 2005, Bd. 2, S. 578-582 (Nr. 253).
  • Die Sprache Deutsch. Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin, hg. von Heidemarie Anderlik und Katja Kaiser, Dresden 2008, S. 56f. (Nr. 2.5) [Karl Schmuki].
  Elke Krotz (Wien), Februar 2012
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