Aufbewahrungsort Straßburg, National- und Universitätsbibl., ms. 1 (früher L germ. 278.2°)
Codex 155 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 345 x 242 mm
Datierung der Hs. 12. Jh.
um 1130 (Menhardt, S. 8)
Überlieferungstyp Nachtrag, Inhalt der Trägerhs.: Gregor der Große, 'Moralia in Iob', Teile III/IV (Buch 11-22)
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt Bl. 74v = Ezzo: Hymnus ('Ezzolied') (S)
Bl. 154v-155r = 'Memento mori'
Schrifttyp Gotische Minuskel des 12. Jh.s
Schriftraum 267-272 x 175-179 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 23
Strophengestaltung Fortlaufend geschrieben.
Platz für Initialen ausgespart; Ezzolied "with 4-line strophes introduced by majuscules" (Palmer S. 94)
Versgestaltung Fortlaufend geschrieben.
Versteilungspunkte
Entstehungszeit bald nach 1130 (Menhardt, S. 8)
Werkdatierung nach 1065
Schreibsprache alem.
Abbildung
  • Barack, Bl. I [= Ezzolied] und Bl. II-IV [= Memento mori].
  • Schützeichel, S. 146f. [= Memento mori].
  • Vollmann-Profe, Abb. 2 [= Ezzolied].
Literatur
  • Karl August Barack (Hg.), Ezzos Gesang Von den Wundern Christi und Notkers 'Memento Mori' in phototypischem Facsimile der Straßburger Handschrift, Straßburg 1879.
  • Adolf Becker, Die deutschen Handschriften der Kaiserlichen Universitäts- und Landesbibliothek zu Straßburg (Katalog der Kaiserlichen Universitäts- und Landesbibliothek in Straßburg 6), Straßburg 1914, S. 86. [online]
  • Ernest Wickersheimer, Strasbourg (Catalogue Général des Manuscrits des Bibliothèques Publiques de France, Départements 47), Paris 1923, S. 1. [online]
  • Hermann Menhardt, Zur Überlieferung des Memento mori, in: ZfdA 80 (1944), S. 7f.
  • Rudolf Schützeichel, Das alemannische Memento mori. Das Gedicht und der geistig-historische Hintergrund, Tübingen 1962.
  • Friedrich Maurer (Hg.), Die religiösen Dichtungen des 11. und 12. Jahrhunderts, Bd. I, Tübingen 1964, S. 249-259 (mit Abdruck "Memento mori"); 269-303 (mit Abdruck "Ezzolied").
  • Werner Schröder (Hg.), Kleinere deutsche Gedichte des 11. und 12. Jahrhunderts. Nach der Auswahl von Albert Waag (Altdeutsche Textbibliothek 71/72), Tübingen 1972, Nr. I, Bd. I: S. 1-26.
  • Günther Schweikle, Ezzo, in: 2VL 2 (1980), Sp. 670-680 + 2VL 11 (2004), Sp. 434.
  • Günther Schweikle, 'Memento mori', in: 2VL 6 (1987), Sp. 381-386 + 2VL 11 (2004), Sp. 989.
  • Ernst Hellgardt, Die deutschsprachigen Handschriften im 11. und 12. Jahrhundert. Bestand und Charakteristik im chronologischen Aufriß, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 35-81, hier S. 61 (Nr. 103).
  • Eckart Conrad Lutz, Literaturgeschichte als Geschichte von Lebenszusammenhängen. Das Beispiel des Ezzo-Liedes, in: Mittelalterliche Literatur im Lebenszusammenhang. Ergebnisse des Troisième Cycle Romand 1994, hg. von Eckart Conrad Lutz (Scrinium Friburgense 8), Freiburg (Schweiz) 1997, S. 95-145.
  • Stephan Müller, Willkomm und Abschied. Zum problematischen Verhältnis von 'Entstehung' und 'Überlieferung' der deutschen Literatur des Mittelalters am Beispiel von "Ezzolied", "himelrîche" und "Vorauer Handschrift", in: Zeitschrift für deutsche Philologie 122 (Sonderheft 2003), S. 230-245.
  • Nigel F. Palmer, Manuscripts for reading: The material evidence for the use of manuscripts containing Middle High German narrative verse, in: Orality and Literacy in the Middle Ages. Essays on a Conjunction and its Consequences in Honour of D. H. Green, hg. von Mark Chinca und Christopher Young, Turnhout 2005, S. 67-102, hier S. 94 (Nr. 17).
  • Christoph Lange (Hg.), Das Ezzo-Lied in der Vorauer Überlieferung. Text, Übersetzung und Kommentar (Erlanger Studien 133), Jena 2005, S. 9.
Hellgardt Nr. 103
  Elke Krotz (Wien), Januar 2012
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