Aufbewahrungsort [a] Berlin, Deutsches Historisches Museum, Bibliothek, R 56/2537 (früher D 56/446)
[früher Prag, Nationalbibl., Fragm. germ. 40]
Fragment Einzelblatt
Aufbewahrungsort [b] Leipzig, Universitätsbibl., Thomas 4073 (Ms)
Fragment Einzelblatt
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße [a] 241 x 170 mm
[b] 240 x 166 mm (beschnitten)
Datierung der Hs. um oder nach 850 (Taeger [1996], S. XXI)
Überlieferungstyp Deutsche Handschrift
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt 'Heliand' (P + L)
Schrifttyp karolingische Minuskel
Schriftraum [a] 203 x ca. 125 mm
[b] ca. 195 x 125 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl [a] und [b] 23 Zeilen
Textgestaltung [a] Interpunktion: Punkt, Semikolon einkorr.
[a] und [b]: bei Zusammenfall von Versbeginn und Zeilenanfang herausgerückte vergrößerte Minuskeln
Strophengestaltung Strophen abgesetzt
Versgestaltung Verse nicht abgesetzt
Besonderheiten nur [b]: längenbezeichnende Akzente (Schmid, 'Heliand'-Fragment S. 318); [a] und [b]: interlineare Einträge
Entstehungszeit [a] um oder nach 850 (Taeger Ed. S. XXI, und Bischoff Katalog I.336))
Schreibsprache altsächsisch
Schreibort [a] Niederdeutschland (Bischoff Katalog I.336)
Abbildung
  • Gallée, Tafel Ic (= [a], Vorder und Rückseite).
  • Taeger 1985, Tafel 15 und 16 (= [a], Vorder- und Rückseite).
  • Aderlaß und Seelentrost S. 29 (= [a], Rückseite, in Farbe)
  • Farb-Abbildung recto/verso (= [a])
  • Döring/Schmid S. 40 [= recto], S. 41 [= verso, in Farbe]
  • Schmid, 'Heliand'-Fragment, zwischen S. 322/323 (= [b], vollständig)
  • Sahm S. 83-86 (Abb. 1-4) (= [a], [b], vollständig)
  • Die Sprache Deutsch S. 54f. (= [a], vollständig in Farbe)
Literatur
  • Johan H. Gallée (Hg.), Altsächsische Sprachdenkmäler, Facsimile Sammlung, Leiden 1895, Tafel Ic.
  • Walther Dolch, Katalog der deutschen Handschriften der k. k. öff. und Universitätsbibliothek zu Prag. I. Teil: Die Handschriften bis etwa z. J. 1550, Prag 1909, S. 120 (Nr. 207). [online]
  • Bernhard Bischoff, Paläographische Fragen deutscher Denkmäler der Karolingerzeit, in: Frühmittelalterliche Studien 5 (1971), S. 101-134 [wieder in: ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. III, Stuttgart 1981, S. 73-111], hier S. 127f.
  • Burkhard Taeger, 'Heliand', in: 2VL 3 (1981), Sp. 958-971 + 2VL 11 (2004), Sp. 641f.
  • Burkhard Taeger (Hg.), Der Heliand. Ausgewählte Abbildungen zur Überlieferung. Mit einem Beitrag zur Fundgeschichte des Straubinger Fragments von Alfons Huber (Litterae 103), Göppingen 1985.
  • Steffen Krogh, Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen (Studien zum Althochdeutschen 29), Göttingen 1996, bes. S. 115.
  • Burkhard Taeger (Hg.), Heliand und Genesis, hg. von Otto Behaghel, 10., überarbeitete Auflage von B. T. (Altdeutsche Textbibliothek 4), Tübingen 1996.
  • Bernhard Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen), Teil I: Aachen - Lambach (Bayerische Akademie der Wissenschaften. Veröffentlichungen der Kommission für die Herausgabe der mittelalterlichen Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz), Wiesbaden 1998, S. 70, Nr. 336.
  • Aderlaß und Seelentrost. Die Überlieferung deutscher Texte im Spiegel Berliner Handschriften und Inkunabeln, hg. von Peter Jörg Becker und Eef Overgaauw (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Ausstellungskataloge N.F. 48), Mainz 2003, S. 28f. (Nr. 1).
  • Thomas Döring und Hans Ulrich Schmid, Eine Sensation im Einband, in: Journal. Mitteilungen und Berichte für die Angehörigen und Freunde der Universität Leipzig. Heft 4/2006, S. 40f.
  • Hans Ulrich Schmid, Ein neues 'Heliand'-Fragment aus der Universitätsbibliothek Leipzig, in: ZfdA 135 (2006), S. 309-323.
  • Heike Sahm, Neues Licht auf alte Fragen. Die Stellung des Leipziger Fragments in der Überlieferungsgeschichte des "Heliand", in: Zeitschrift für deutsche Philologie 126 (2007), S. 81-98.
  • Hans Ulrich Schmid, Nochmals zum Leipziger 'Heliand'-Fragment, in: ZfdA 136 (2007), S. 376-378.
  • Die Sprache Deutsch. Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin, hg. von Heidemarie Anderlik und Katja Kaiser, Dresden 2008, S. 54f. (Nr. 2.4) [Matthias Miller].
Ergänzender Hinweis [a] Gerhard Eis (1936) 3 Bll. [unter dem früheren Aufbewahrungsort]
[b] ---
  Elke Krotz (Wien), Februar 2012
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