Das 'Paderborner Repertorium der deutschsprachigen Textüberlieferung des 8. bis 12. Jahrhunderts' verzeichnet in Form eines beschreibenden Katalogs deutschsprachige Handschriften des 8. bis 12. Jahrhunderts (ausgenommen Einzelurkunden, Minimaleinträge und Einzelwörter in lateinischen Handschriften und Namenüberlieferung sowie Überlieferung auf Münzen, Inschriften und frühneuzeitlichen Abschriften und Drucken). Den von Joachim Heinzle geleiteten Marburger Projekten verdankt das Paderborner Repertorium die datentechnische Grundlage.
Die Beschreibungen werden von einer Arbeitsgruppe am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn erarbeitet.
Die Beschreibungen der Handschriften für das 8. bis 10. Jahrhundert werden neu zusammengestellt. Für die Beschreibungen der Handschriften des 11. und 12. Jahrhunderts kann auf die grundlegenden und umfangreichen Vorarbeiten von Ernst Hellgardt (LMU München) zurückgegriffen werden. Das Projekt, das von Stephan Müller (Universität Paderborn) geleitet wird, wird von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung gefördert. Zur Paderborner Arbeitsgruppe gehören Lina Keppler, Norbert Kössinger, Elke Krotz und Stephan Müller sowie kooperierend und beratend Ernst Hellgardt.
Die Beschreibungen der Handschriften werden seit Mai 2007 aufbereitet und sukzessive ins Netz gestellt. Die veröffentlichten Beschreibungen sind z.T. noch unvollständig (z.B. fehlen die Abmessungen) oder noch nicht hinreichend genau (z.B. wird die Entstehungszeit pauschal mit "10. Jh." angegeben). Die fehlenden oder ungenauen Angaben werden laufend ergänzt bzw. präzisiert. Langfristig ist angestrebt, die ca. 300 deutschsprachigen Handschriften des 8. bis 12. Jahrhunderts annähernd vollständig zu erfassen.
Die Beschreibungen sind aufrufbar über ein Verzeichnis der Handschriften. Eine Suchfunktion ("Kombinierte Suche") ermöglicht es dem Benutzer, den Bestand nach bestimmten Merkmalen zu durchsuchen.
August 2008