Aufbewahrungsort St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 878
Codex 196 Blätter, hier p. 178-321
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 210-212 x 135 mm
Datierung der Hs. zwischen 829 und 849 (Phase IV von Walahfrids Schriftentwicklung; Bischoff [1967], S. 37 und 48)
Überlieferungstyp Die Hs. gilt als Vademecum des Reichenauer Abtes Walahfrid Strabo (808/09-849) mit verschiedenen Exzerpten und Abschriften zu Trivium, Zeitrechnung, Geschichte, Medizin, auf p. 320/21 mehrere Alphabete, danach auf dem ganzen unteren Drittel von p. 321, Z. 24ff. das 'Abecedarium Nord[mannicum]'
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt p. 321 = 'Abecedarium Nordmannicum'
Glossenhandschrift (Bergmann/Stricker Nr. 249)
Schrifttyp karolingische Minuskel
Schriftraum 160 x 100 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 31-33
Versgestaltung stabende Kurzverse
Schreibsprache as.-ahd.-anord. Mischsprache, 1. Hälfte 9. Jh. (Sonderegger Sp. 7)
Abbildung
(in Auswahl)
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Gallée (1995), Tafel XIIa und b [= p. 321]
  • Schwab, S. 38, Abb. 10 [= p. 321]
Literatur
  • Gustav Scherrer, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875 (Nachdruck Hildesheim/New York 1975), S. 306-309. [online]
  • Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer (Hg.), Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII.-XII. Jahrhundert, Bd. 1: Texte, Bd. 2: Anmerkungen, 3. Auflage Berlin 1892 (Nachdruck Berlin/Zürich 1964), Nr. 5, Bd. I, S. 19f., Bd. II, S. 55-57. [online]
  • Johan H. Gallée (Hg.), Altsächsische Sprachdenkmäler, Leiden 1894, S. 263-266. [online]
  • Johan H. Gallée (Hg.), Altsächsische Sprachdenkmäler, Facsimile Sammlung, Leiden 1895, Tafel XIIa-b.
  • Elis Wadstein (Hg.), Kleinere altsächsische Sprachdenkmäler mit Anmerkungen und Glossar (Niederdeutsche Denkmäler 6), Norden/Leipzig 1899, S. 20 und 129-131. [online]
  • Gerhard Eis, Altdeutsche Handschriften, München 1949, Nr. 9.
  • Bernhard Bischoff, Eine Sammelhandschrift Walahfrid Strabos (Cod. Sangall. 878), in: Aus der Welt des Buches. Festgabe zum 70. Geburtstag von Georg Leyh (Zentralblatt für Bibliothekswesen. Beiheft 75), Leipzig 1950, S. 30-48 [wieder in: ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. II, Stuttgart 1967, S. 34-51].
  • Augusto Beccaria, I codici di medicina del periodo presalernitano (Secoli IX, X e XI) (Storia e Letteratura. Raccolta di Studi e Testi 53), Rom 1956, Nr. 139, S. 391-393.
  • Johannes Duft, Aegid Tschudis Handschriften in der Stiftsbibliothek St. Gallen, in: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte 53 (1959), S. 125-137, hier S. 135. [online]
  • Bernhard Bischoff, Paläographische Fragen deutscher Denkmäler der Karolingerzeit, in: Frühmittelalterliche Studien 5 (1971), S. 101-134 [wieder in: ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. III, Stuttgart 1981, S. 73-111], S. 112 [S. 86].
  • Ute Schwab, Die Sternrune im Wessobrunner Gebet. Beobachtungen zur Lokalisierung des clm 22053, zur Hs. BM Arundel 393 und zu Rune Poem V. 86-89 (Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur 1), Amsterdam 1973, S. 37.
  • Marina Passalacqua, I codici di Prisciano (Sussidi Eruditi 29), Roma 1978, S. 276-278 (Nr. 590).
  • Stefan Sonderegger, 'Abecedarium Nordmannicum', in: 2VL 1 (1978), Sp. 7f.
  • Steffen Krogh, Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen (Studien zum Althochdeutschen 29), Göttingen 1996, bes. S. 114.
  • Karl Langosch / Benedikt K. Vollmann, Walafrid Strabo, in: 2VL 10 (1999), Sp. 584-603.
  • Rolf Bergmann und Stefanie Stricker unter Mitarbeit von Yvonne Goldammer und Claudia Wich-Reif, Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften, Berlin/New York 2005, Bd. 2, S. 571-573 (Nr. 249).
  Elke Krotz (Paderborn), Juni 2010
Mitteilung

* Angabe freiwillig

Ihre Mitteilung wird in den nächsten Tagen geprüft, gegebenenfalls redaktionell bearbeitet und in das Paderborner Repertorium übernommen. Bitte liefern Sie vollständige bibliographische Angaben, da wir Ihren Hinweis sonst nicht bearbeiten können; kommentarlos übermittelte Links werden in der Regel nicht weiterverfolgt.
Notieren Sie bitte auch Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihren Wohn- bzw. Wirkungsort und geben Sie für Rückfragen Ihre E-Mail-Adresse an.

Die beiden letzten Felder des Eingabeformulars ("NICHT ausfüllen") dienen ausschließlich dem Schutz vor automatisiertem Ausfüllen des Mitteilungsfeldes durch sog. "Spam Bots"; sie müssen frei bleiben. Bitte füllen Sie diese Felder daher keinesfalls aus, Ihre Mitteilung wird sonst ohne weitere Rückmeldung vom System verworfen!