Aufbewahrungsort München, Staatsbibl., Clm 14098
Codex 122 Blätter, davon Bl. 1-60 nachträglich vorgebunden (14. Jh.)
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 180 x 130 mm
Datierung der Hs. Teil II = Bl. 61-121: zwischen 821 und 827 (Wunderle, S. 238)
Überlieferungstyp Nachtrag auf den ursprünglich freigebliebenen Blättern 120v-121v und den unteren Rändern von Bl. 61r, 119v und 120r einer Hs. mit dem 'Sermo de symbolo contra Iudaeos, Paganos et Arianos' des Quodvultdeus Carthaginiensis (Ps.-Augustinus)
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt Bl. 61r, 119v, 120r-v, 121r/v = 'Muspilli'
Schrifttyp karolingische Minuskel
Schriftraum Teil II: 140 x 70-75 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 14
Entstehungszeit späteres 9. Jh. (Steinhoff, Sp. 822)
Schreibsprache vorherrschend bair. Formen (vgl. Steinhoff, Sp. 822f.)
Schreibort wahrscheinlich Hof Ludwigs des Deutschen (Bischoff [1980], S. 151); zunächst Salzburg, dann Regensburg, wo vermutlich das 'Muspilli' eingetragen wurde (Wunderle, S. 238)
Abbildung
(in Auswahl)
Literatur
  • Karl Halm u.a., Catalogus codicum latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, Bd. II,2: Codices num. 11001-15028 complectens (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis IV,2), München 1876 (Nachdruck Wiesbaden 1968), S. 128. [online]
  • Magda Enneccerus (Hg.), Die ältesten deutschen Sprach-Denkmäler in Lichtdrucken, Frankfurt a.M. 1897, Tafel 11-16.
  • Elias von Steinmeyer (Hg.), Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler, Berlin 1916 (Nachdruck Dublin/Zürich 1971), Nr. 14, S. 66-81. [online]
  • Bernhard Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, Teil II: Die vorwiegend österreichischen Diözesen, Wiesbaden 1980, S. 76f. und 151.
  • Karin Schneider, Muspilli, in: Thesaurus librorum. 425 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellung, München 18. August - 1. Oktober 1983 (Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskataloge 28), Wiesbaden 1983, S. 30f. (Nr. 6).
  • Hans-Hugo Steinhoff, 'Muspilli', in: 2VL 6 (1987), Sp. 821-828.
  • Elisabeth Wunderle, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Handschriften aus St. Emmeram in Regensburg, Bd. 1: Clm 14000-14130 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis IV,2,1), Wiesbaden 1995, S. 238-241. [online]
  • Lebendiges Büchererbe. Säkularisation, Mediatisierung und die Bayerische Staatsbibliothek. Eine Ausstellung der Bayerischen Staatsbibliothek, München 7. November 2003 - 30. Januar 2004 (Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskataloge 74), München 2003, S. 194f. (Nr. 69) [Brigitte Gullath].
  • Ulrich Montag und Karin Schneider, Deutsche Literatur des Mittelalters. Handschriften aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek München mit Heinrich Wittenwilers 'Ring' als kostbarer Neuerwerbung (Bayerische Staatsbibliothek München. Schatzkammer 2003; Patrimonia 249), München 2003, S. 20f. (Nr. 2).
  • Verio Santoro, Un dimenticato problema ecdotico del Muspilli: le trascrizioni di Docen, Maßmann e Schmeller, in: Linguistica e Filologia 25 (2007), S. 207-235. [online]
  Elke Krotz (Wien), April 2012
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